Ein guter Lederschuh kann lange halten, aber nur, wenn das Leder gepflegt wird. Wasser, Schlamm, Streusalz und wiederholtes Austrocknen belasten die Oberfläche. Der Grundablauf ist einfach: reinigen, trocknen, pflegen und schützen. Mehr Pflegemittel ist nicht automatisch besser, deshalb sollte die Behandlung maßvoll erfolgen.
1. Losen Schmutz direkt nach der Nutzung entfernen
Bürste getrockneten Schlamm mit einer weichen Bürste ab. Bei hartnäckigem Schmutz kannst du ein leicht feuchtes Tuch oder ein für das Material geeignetes Reinigungsmittel verwenden. Entferne die Schnürsenkel, wenn du auch Zunge und Nahtbereiche gründlich reinigen möchtest.
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2. Lederschuhe nicht zu heiß trocknen
Stelle nasse Lederschuhe nicht direkt auf die Heizung oder neben eine starke Wärmequelle. Schnelle Hitze kann das Leder zu stark austrocknen. Lasse die Schuhe in Ruhe bei Raumtemperatur trocknen. Das Herausnehmen der Einlegesohlen beschleunigt den Vorgang.
3. Pflegemittel passend zur Lederart wählen
Glattleder, Nubuk und Wildleder benötigen nicht dieselbe Behandlung. Für Glattleder eignen sich häufig Creme oder Wachs, während für Nubuk und Wildleder Produkte verwendet werden, die die Oberflächenstruktur nicht verkleben. Prüfe immer die Eignung des Produkts, bevor du den gesamten Schuh behandelst.
4. Schutz je nach Nutzung erneuern
Wenn Wasser nicht mehr auf der Oberfläche abperlt oder das Leder trocken wirkt, sollte der Schutz in der Regel erneuert werden. Bei aktiver Outdoor- und Wandernutzung ist die Behandlung häufiger nötig als bei gelegentlicher Nutzung in der Stadt.
5. Auch Nähte und Knickstellen beachten
Das Obermaterial nutzt sich nicht überall gleich ab. Besonders der Bereich am Ballen, die Schuhspitze, Kanten und Nähte werden stark beansprucht. Reinige diese Stellen sorgfältig und trage das Pflegemittel gleichmäßig in einer dünnen Schicht auf.
Was ist mit einer wasserdichten Membran?
Hat der Schuh eine wasserdichte und atmungsaktive Membran, verwende ein Pflegemittel, das sowohl für das Obermaterial als auch für Membranschuhe geeignet ist. Ziel ist es, die Außenfläche in gutem Zustand zu halten, ohne den Feuchtigkeitstransport des Schuhs zu beeinträchtigen.
Lederschuhe richtig lagern
Lagere die Schuhe trocken und luftig. Eine längere Lagerung im feuchten Zustand kann Gerüche und Materialschäden verursachen. Wenn die Schuhe längere Zeit nicht genutzt werden, reinige und trockne sie vor der Lagerung.
Gute Pflege spart Geld
Pflege macht einen vollständig verschlissenen Schuh nicht wieder neu, sie verlangsamt aber unnötiges Austrocknen des Obermaterials und hilft, den Tragekomfort zu erhalten. Gerade bei hochwertigen Wander- und Lederschuhen ist regelmäßige Pflege ein kleiner Aufwand im Verhältnis zum Anschaffungspreis.
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Häufige Fragen zur Pflege von Lederschuhen
Kann man Lederschuhe mit Wasser reinigen?
Die Oberfläche kann in der Regel vorsichtig mit Feuchtigkeit gereinigt werden, Lederschuhe sollten jedoch nicht eingeweicht werden. Beachte immer die Material- und Pflegehinweise des Herstellers.
Wie viel Pflegemittel braucht man?
Meist reicht eine dünne, gleichmäßige Schicht. Zu viel Wachs oder Fett kann Aussehen und Eigenschaften des Leders verändern.
Sollte man neue Lederschuhe vor dem ersten Tragen schützen?
Das hängt davon ab, wie sie ab Werk behandelt wurden. Prüfe die Herstellerhinweise und ergänze den Schutz bei Bedarf vor dem ersten nassen Wetter.